
Biodivwoche
18. Juli 2024
Über die Ausbildung
15. September 2025Hi, ich bin Nancy!
Ich habe 6 Monate als Bufdi im Umweltzentrum gearbeitet. Du möchtest wissen, was dich hier erwartet?
Zeit für meinen persönlichen Rückblick:
Warum habe ich mich beworben?
Überbrückung vom Bachelor- zum Masterstudium – mein Wunschstudiengang begann im Wintersemester. Da ich allerdings schon im März meinen Bachelor abgeschlossen hatte, musste ich ein halbes Jahr überbrücken.
Ich wollte diese Zeit sinnvoll nutzen, um neue Erfahrungen zu sammeln und mich beruflich weiterzubilden. Besonders wichtig war mir, meine Kenntnisse im Bereich „Umweltbildung“ auszubauen, da dies im Studium viel zu kurz kam. Da kam mir der Bundesfreiwilligendienst wie gerufen.
Wann habe ich den Freiwilligendienst absolviert?
Von Anfang April bis Ende September 2025 – Hochphase hier im Umweltzentrum:
Wie immer ist man hier viel mit dem Fahrrad unterwegs. Zu dieser Zeit hat das besonders Spaß gemacht, da man bei schönem Wetter ständig draußen in der Natur war und nicht immer am Computer sitzen musste – zumindest hatte ich diesbezüglich immer Glück.
Diese Außeneinsätze sorgten außerdem für viel Abwechslung, was meine Motivation merklich steigerte. Und obwohl es manchmal auch ziemlich anstrengend war, mehrmals pro Woche, teilweise täglich, das Büro für mehrere Stunden verlassen zu müssen, verging der Tag dadurch meist viel schneller.
Was habe ich im BFD gemacht?
Planen, Vorbereiten und Durchführen von Workshops. Vorwiegend hat man als Bufdi eine unterstützende Funktion, aber wenn man möchte, kann man auch selbst Teile eines Workshops übernehmen. Wer gern kreativ ist, kann sich bei der Vorbereitung ausleben, neue Programmideen entwickeln oder Bastelarbeiten durchführen.
Prinzipiell wurde ich meistens zu Kochworkshops mitgenommen oder bei Projekten in Schulen und Kindergärten eingesetzt. Dort haben wir altersgerecht und spielerisch die Kinder zu den Themen Wald, Artenvielfalt und Klimawandel aufgeklärt.
Manchmal durfte ich auch Fototouren durchführen und Vorher-Nachher-Bilder von umgestalteten Firmengeländen anfertigen.
Jedes Jahr im August steht außerdem der Sommerempfang an. Dieses Event sticht aus dem „normalen“ Arbeitsspektrum heraus: Einerseits wird an diesem Tag etwas länger gearbeitet als gewöhnlich, andererseits übernehmen Bufdis und Azubis meist die Rolle von Kellnerinnen und Kellnern und helfen bei der Vorbereitung des Events.
Was habe ich gelernt? Welche Erfahrungen nehme ich mit?
Fachlich habe ich leider nicht viel Neues dazugelernt, allerdings entwickelte sich meine Persönlichkeit weiter. Beispielsweise fällt es mir nun nach meinem Bundesfreiwilligendienst leichter, vor Menschen zu sprechen und auch mein Perfektionismus ist zurückgegangen. Diese verbesserte Selbstsicherheit nehme ich nun ins Studium mit, wo sie mir sicher einiges erleichtern wird.
In den Seminaren konnte ich außerdem neue Bekanntschaften schließen. In meinem Fall fanden diese ausschließlich im Bildungszentrum Ith statt. Dieses liegt sehr ländlich, ohne eigenes Auto kommt man nur selten vom Berg herunter. Die Natur in der Umgebung ist jedoch sehr sehenswert: Es gibt eine Höhle, einen See, zahlreiche Wandermöglichkeiten und sogar einen Fahrradverleih. Man lernt recht schnell andere BFD-Teilnehmende kennen, wobei hier eine klare Alterstendenz zu Anfang 20 zu erkennen ist. Ältere Freiwillige gibt es nur selten.
Fazit
Zusammenfassend bin ich mit diesem halben Jahr sehr zufrieden. Der Zeitraum hat für mich perfekt gepasst, das UZ-Team hat mich von Anfang an herzlich empfangen und auch die Aufgaben waren meist abwechslungsreich. Natürlich gibt es Zeiten, in denen keine Workshops stattfinden und man manchmal etwas wenig zu tun hat. In meinem Bufdi-Halbjahr überwogen allerdings die vielseitigen Phasen, sodass mich das nur selten störte.
Aber das sind natürlich nur meine persönlichen Erfahrungen. Macht am besten eure eigenen und bewerbt euch für einen Bundesfreiwilligendienst im Umweltzentrum Hannover!

Was ist ein*e Bufdi?
Bufdi ist die Kurzform von Bundesfreiwilligendienstler*in. Das ist eine Person, die freiwillig einen sozialen, ökologischen oder kulturellen Dienst in Deutschland leistet. Bei uns arbeiten Bufdis im Bereich Nachhaltigkeit und Umweltbildung, zum Beispiel in Projekten, die Umweltbewusstsein fördern oder nachhaltige Praktiken vermitteln.


